Radio Berg - 30.06.12 - Über 340 Unwetter-Einsätze

Über 340 Unwetter-Einsätze

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© Gerd Altmann

Bis weit nach Mitternacht waren Einsatzkräfte im Rheinisch-Bergischen Kreis wegen des Unwetters im Einsatz. Insgesamt gingen über 230 Notrufe bei Feuerwehr und Polizei ein.

Hauptsächlich betroffen waren Overath, Rösrath und Bergisch Gladbach. Eine Frau wurde durch einen Stromschlag verletzt und musste ins Krankenhaus. Vollgelaufene Keller und Wohnräume, überflutete Straßen mussten abgepumpt werden. Zu schaffen machte den Einsatzkräften die Sülz in Rösrath: Hier war der Damm gebrochen und hatte ein Fläche von 600 Quadratmetern überschwemmt. Mit Sandsäcken haben Feuerwehr und rund 25 Helfer von Technischen Hilfswerk den gebrochenen Damm abgesichert. Jetzt muss der Aggerverband prüfen wie der Damm am Besten wieder hergestellt werden kann, sagte ein Feuerwehrsprecher.

In Overath ist die Ortsdurchfahrt überspült worden. Die Hauptstraße musste gesperrt werden, Geschäfte sind voll Wasser gelaufen. In Untereschbach stand die Olper Straße zwischenzeitlich mehr als drei Meter hoch unter Wasser. Die Feuerwehr musste Anwohner aus ihren Häusern retten. Sie waren in die oberen Etagen vor dem Wasser geflohen.

Im Oberbergischen waren gut 450 Kräfte im Einsatz. 110 wetterbedingte Einsätze hat die Kreisleitstelle gezählt. Schwerpunkt war Lindlar, aber auch in Engelskirchen, Marienheide, Gummersbach und Wiehl musste sich die Feuerwehr um die Folgen des Unwetters kümmern: meist waren es voll gelaufene Keller, umgestürzte Bäume und überspülte Straßen. Die Regionalbahn 25 musste zweieinhalb Stunden still stehen, weil ein Baum auf einen Zug gefallen war. Verletzt wurde niemand.

Schon am frühen Freitagmorgen hatte die Feuerwehr im Bergischen viel zu tun. Der starke Regen und die Gewitter hatten für Probleme gesorgt. In Nümbrecht war die Landstraße 339 zwischen Garderoth und Winterborn gesperrt. Hier hatte es einen Erdrutsch gegeben. (30.06.12)